Ausgleichs- und Ersatzflächenkataster (Flächenpool)
für die Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam

 

Bestimmend für die Erstellung des Flächenpools ist, neben naturschutzfachlichen Aspekten, das Kataster als raumordnerisches Instrument zur Durchsetzung des Entwicklungskonzeptes des Flächennutzungsplans einzusetzen.

Entscheidendes Kriterium für die Beurteilung eines zu erwartenden Eingriffs ist der Umfang der Oberflächenversiegelung, da sie zum vollständigen Verlust sämtlicher Bodenfunktionen, zur Verringerung der Grundwasserneubildung, zur Überbauung von Vegetationsbeständen und zur Beeinträchtigung des Mikroklimas führt. Die Entsiegelung stellt einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung des natürlichen Retentionsvermögens des Bodens dar. Deshalb gehört die Ermittlung geeigneter Entsiegelungspotenziale zu den prioritären Aufgaben des Katasters.

Im Stadtgebiet Potsdam wurden 32 potentielle Entsiegelungsflächen ermittelt. Für 4 dieser Flächen wurde ein konkretisiertes Projekt einschließlich Kostenschätzung für Entsiegelung und Renaturierung erarbeitet.

Arbeitsschritte

  • Suche nach potentiellen Ausgleichs- und Ersatzflächen zur Kompensation von Eingriffen in den Naturhaushalt.
  • Flurstücksgenaue Abgrenzung, Ermittlung der Eigentümer.
  • Moderation zwischen den beteiligten Ämtern.
  • Kostenschätzung und Zeitrahmen der Maßnahme.
  • Digitale Darstellung der Flächen in Flurkarten und Übersichtskarte im Maßstab 1:10.000.
  • Erstellung einer Datenbank.
  • Erarbeitung von Planungskonzepten, Abstimmung der Zielvorstellungen, Planung von Entsiegelungs- und Rekultivierungsmaßnahmen mit detailierten Kostenschätzungen bei 4 Einzelprojekten:
    • Ferienobjekt Schlänitzseewiesen

    • „GUS-Garagen“ am Werderschen Damm

    • Lagerplatz Horstweg

    • Lagerplätze am Weg nach Bornim