Landschaftspflegerische Begleitplanung (LBP) in der Straßenplanung

Folgende Projekte wurden bisher bearbeitet:

Landes-, Bundesstraßen und straßenbegleitende Radwege
  • L21, Mühlenbeck (Ortsdurchfahrt)
  • L29, Niederfinow (Ortsdurchfahrt)
  • L40n (B273n) Ortsumgehung Güterfelde
  • L40n Güterfelder Eck
  • L14, Lellichow – Herzsprung mit Anlage eines straßenbegleitenden Radweges
  • L76, Teltow (Ortsdurchfahrt)
  • L76, Ortsausgang Potsdam - Güterfelder Eck
  • L86, Schmergow (Ortsdurchfahrt)
  • L90, Phöben (Ortsdurchfahrt)
  • L103, Rüdow – Gatikow
  • L141, Stüdenitz – Breddin - Landesgrenze
  • L166/165, Ausbau der Umleitungsstrecke Wildberg-Kerzlin
  • L313, Schwanebeck Dorf - Schwanebeck West
  • L861, Göhlsdorf (Ortsdurchfahrt)
  • L861, Plötzin (Ortsdurchfahrt)
  • B96, Dabendorf - Dahlewitz
  • B102, Umverlegung der Ortsdurchfahrt Ragösen
  • B102, Golzow - Ragösen
  • B102, Lütte (Ortsdurchfahrt)

und andere

 

Beispiel LBP Ortsumgehung Güterfelde

 

Festlegung des Bearbeitungs- und Untersuchungsumfangs

  • Auswertung vorhandener Untersuchungen (UVS, Schutzwürdigkeitsgutachten, Landschaftsplan u.a.)
  • Erörterung und Abstimmung von Bearbeitungs- und Untersuchungsumfang

Bestandserfassung und -beurteilung von Natur und Landschaft

  • Schutzgut Boden
  • Schutzgut Wasser
  • Schutzgüter Klima und Luft
  • Schutzgüter Biotope / Pflanzen und Tiere
  • Schutzgüter Landschaftsbild und
  • Erholungswert der Landschaft

Textauszug aus dem LBP Ortsumgehung Güterfelde

Hartes Fenn

ErlenbruchDas ca. 30 ha große Harte Fenn erstreckt sich nordwestlich des Ortes Güterfelde in Richtung Stahnsdorf. Die Kienwerder und Stahnsdorfer Wohnbebauung begrenzt das Niedermoor im Westen und Norden.

Das Fenn stellt einen Komplex aus Röhrichtbeständen, Großseggenriedern, Hochstaudenfluren, Weidengebüschen und Erlenbruchwäldern dar. Im östlichen Bereich des Fenns sowie nördlich des aufgeschütteten Dammes sind größere unbewaldete Abschnitte vorhanden. Diese werden weitgehend von einheitlichen Röhrichtbeständen beherrscht, die in relativ engem mosaikartigen Wechsel mit Seggen, Binsen und Hochstauden einen Komplex bilden. Einzelne Bereiche tendieren zur Verbuschung. Die östlichen Grünlandbereiche des Fenns wurden bis vor geraumer Zeit noch genutzt. Aufgrund Nutzungsauflassung breiten sich hier Hochstaudenfluren aus. Östlich eines parallel verlaufenden Weges grenzen intensiv bewirtschaftete Ackerflächen an.

Im westlichen Übergangsbereich zwischen Niedermoor und Wohnbebauung sind Erlen-Moor- und Erlenbruch-Wälder verbreitet. Auch der südliche Teilbereich des Fenns wird durch ungleichaltrige Erlenbruchwälder in engem Wechsel mit Röhrichtflächen geprägt.

Der Biotopkomplex "Hartes Fenn" weist überwiegend optimal ausgeprägte, naturnahe, standortgerechte Vegetationsstrukturen mit hohem Puffer- und Reinigungsvermögen auf und leistet somit auf biotischem Wege u.a. einen erheblichen Beitrag zum Schutz des Oberflächenwassers, insbesondere aber auch des Grundwassers, das in diesen Bereichen überwiegend unmittelbar unterhalb der Geländeoberkante ansteht.

 

Konfliktanalyse und Entwurfsoptimierung

  • Maßnahmen zur Vermeidung und Minderung von Beeinträchtigungen

  • Optimierung des Vorhabens

  • Ermittlung der unvermeidbaren und/ oder nachhaltigen Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft

 

Landschaftspflegerische Maßnahmen

  • Ableitung von Gestaltungs-,
    Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

Gestaltung

Die Reduzierung visueller Beeinträchtigungen erfolgte durch Gestaltungsmaßnahmen auf Böschungen und Freiflächen.

Ausgleich

Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes sind ausgleichbar, wenn die betroffenen Wert- und Funktionselemente wiederhergestellt werden können.

  • in gleichartiger Weise
  • in angemessener Zeit
  • im räumlich-funktionalen Zusammenhang

Ersatz

Für nicht ausgleichbare Beeinträchtigungen wurden Ersatzmaßnahmen vorgesehen.

 

Bsp. A5/G: Bepflanzung der Trasse im Bereich vorhandener Wohnbebauung als Gestaltungsmaßnahme